Einer und Eine von Martin Heckmanns

Premiere: 01. Nov 2019


Himbeeren, Sahne, Salz und Binden – Grete und Jakob begegnen sich im Supermarkt und schon beginnt das Drama.

Er, nur Einer unter vielen, schreibt seine Dissertation über Interaktionstheorie. Sie, nur Eine von zig Millionen, übersetzt nach ihrer Masterarbeit über den frühen Rilke Bedienungsanleitungen aus dem Französischen. Beide, begleitet von einem Dämon. Dämonen, die schutzengelgleich über das Geschehen wachen. Dämonen, die sie immer wieder in unangenehme Situationen bringen, doch alles nur zu ihrem Besten wollen.

Einer und Eine, quasi alleine, schweben ungleichmäßig in einem Meer aus Gefühlen. Einer und Eine, ein Stück über die Liebe zwischen zwei menschenscheuen, verklemmten Geisteswissenschaftlern, die mit ihren Gefühlen füreinander überfordert sind. Eine Geschichte über das Hin- und Hergerissen-Sein einer bindungsängstlichen Generation, über die Möglichkeit und Unmöglichkeit der großen Liebe.

Besetzung


Lena Hoof | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Lena Hoof

als Grete
Alexander Mosig | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Alexander Mosig

als Jakob
Hanna Greis | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Hanna Greis

als Dämonin
Manuel Kleffner | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Manuel Kleffner

als Dämon
Duygu Cicek | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Duygu Cicek

als Verkäuferin / Uschi / Freundin / Mutter
Salvatore Lanza | Einer und Eine von Martin Heckmanns

Salvatore Lanza

als Verkäufer / Chef / Exfreund / Doktorvater

Team


Regie

Jan Seithe

Dramaturgie

Sarah Seithe

Regieassistenz

Jasmin Hintzke

Ausstattung

Leonie Ata | Sarah Gerber | Ariba Mahmood | Pascal Schulze

PR

Kristina Heinen | Mohini-Ann Ramachandran | Ann-Jolie Weiser

Technik

Pascal Schulze

Programmheft


Presse


Eine minimalistische Bühne aus nahezu Nichts und klare, zuordnungsfähige Kostüme und Requisiten machen den Blick frei aufs Sprachgeschehen. Gut, dass beide Königskinder, pardon: Lehrerkinder, stets ihre „guten Gewissen“, ihre inneren Stimmen oder Dämonen dabei haben, die ihr Verhalten wie einst der Chor in der griechischen Tragödie trefflich kommentieren, interpretieren oder mit Verbesserungsvorschlägen beeinflussen. Das sehr angetane Publikum vergnügte sich an den fein formulierten Missverständnisse zwischen Anspruch und Selbstkritik, zwischen Wagemut und Unbeholfenheit, zwischen erdachter, erträumter Aktion und tatsächlicher Passivität fast vibrierender Protagonisten.
Siegener Zeitung, 04.11.2019